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Voraussetzungen für eine erfolgreiche Fischhaltung im Gartenteich

Einer der wichtigsten Punkte für die Haltung von Zierfischen ist neben der Größe des Teiches eine ausreichende Tiefe des Beckens. Der Gartenteich sollte an einer Stelle mindestens 80 bis 100 cm tief sein, damit die Fische in der Winterzeit Rückzugsmöglichkeiten haben. In dieser Tiefe friert der Gartenteich auch bei strengem Frost nicht komplett zu, in der eisfreien Zone am Beckenboden finden die Teichbewohner ein Plätzchen zum sicheren Überwintern.

Eine ausreichende Bepflanzung des Gartenteichs sollte ebenfalls gewährleistet sein. Unterwasserpflanzen sorgen für genügend Sauerstoff im Wasser. Dies ist besonders bei sommerlichen Temperaturen, wenn die Wassertemperatur insgesamt ansteigt, wichtig. Zudem finden Jungfische Schutz und Verstecke zwischen den Wasserpflanzen. Viele Fische laichen auch gerne zwischen den Blättern der Wasserpflanzen ab.

Vor dem Kauf der Fische sollte man sich informieren, welche Art am besten geeignet ist und wie hoch der Zeitaufwand für die Pflege der Tiere sein darf. Bevor man sich entscheidet, ist es sinnvoll, sich erst einmal einen Überblick über die verschiedenen Zierfische zu verschaffen.

Welche Fischarten passen in den Gartenteich?

Einer der bekanntesten Gartenteichfische ist der Goldfisch. Seine Haltung ist relativ einfach, da er robust und anspruchslos ist. Goldfische lassen sich gut beobachten und verlieren auch schnell die Scheu vor dem Menschen. Es ist möglich Goldfische an bestimmte Fütterungszeiten zu gewöhnen, sie werden dann rasch zutraulich. Während des Tages halten sie sich am liebsten in den tieferen Teichzonen auf, gegen Abend suchen sie jedoch regelmäßig die Wasseroberfläche auf. Goldfische vermehren sich problemlos, allerdings benötigen sie geschützte Plätze und Verstecke am Rand des Teiches, um dort abzulaichen. Zu den beliebten Goldfischarten gehören Goldorfen und die bunt gefärbten Shubunkin.

Ebenfalls pflegeleicht und gut geeignet für den Gartenteich sind robuste heimische Fischarten, unter ihnen Moderlieschen, Stichling, Graskarpfen oder Elritze. Sie haben keine besonderen Ansprüche und passen sich gut an die Gegebenheiten an. Von der Färbung her sind sie recht unauffällig. Diese Fische dürfen keinesfalls aus Wildgewässern entnommen werden. Verantwortungsbewusste Teichbesitzer kaufen auch diese Tiere aus Zuchtbeständen.

Ein besonderer Fisch: der Koi

Die eindrucksvollen und schön gefärbten Koi-Karpfen haben eine große Fangemeinde unter den Teichbesitzern. Kois gehören zu den empfindlichen Exoten, ihre Haltung ist aufwendig und anspruchsvoll. Die Tiere brauchen zu ihrem Wohlbefinden ausreichend große Teiche, die wenigstens 1.30 m tief sein müssen. Die Wasserqualität ist außerordentlich wichtig. Das Wasser muss ständig gefiltert werden, eine gute Filteranlage ist im Koiteich unabdingbar. Koi-Karpfen sind gesellige Tiere und leben in Gruppen, man sollte sie also nicht einzeln halten.

Möchte man neu erworbene Fische in den Teich einsetzen, werden diese zunächst für rund eine Stunde im ungeöffneten Transportbeutel in das Wasser gelegt, damit sich die Tiere an die veränderte Temperatur gewöhnen können.