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Ein Zoo, auch zoologischer Garten, beherbergt die unterschiedlichsten Tierarten auf einem begrenzten Raum. Zeiten, in denen die Tiere in Käfigen wie Ausstellungsstücke vorgeführt wurden, gehören immer mehr der Vergangenheit an.

Der moderne Zoo

Mit der weitestgehend artgerechten Unterbringung der Tiere verringert sich die Anzahl der Tierarten im Zoo. Die Gehege werden großzügiger und den Bedürfnissen der Tiere angepasst. Um Langeweile unter den Tieren gar nicht erst aufkommen zu lassen, werden Beschäftigungsmöglichkeiten angeboten. Begrünte, weitläufige Areale, wie sie für Raubkatzen oder Primaten mittlerweile oft zu finden sind, stellen für die Zoobesucher eine kleine Herausforderung dar. Durch die geschaffenen Rückzugsmöglichkeiten für die Tiere lassen sie sich oft nur mit etwas Geduld beobachten.

In neuerer Zeit werden Gehege oft nach dem Vorkommen ihrer tierischen Bewohner eingerichtet. So teilen sich Tierarten wie Giraffe oder Zebra, die beide ursprünglich auf dem afrikanischen Kontinent beheimatet sind, eine Anlage.

Pro und Kontra der Tierhaltung im Zoo

Viele Tiere sind heutzutage vom Aussterben bedroht. Betrachtet man die Tierhaltung unter diesem Aspekt, trägt ein Zoo zur Arterhaltung bei. Eigens angelegte Zuchtbücher helfen dabei, passende Tiere zur Verpaarung zu finden.

Ein Zoo versucht auch immer, die Besucher für Tier- und Umweltschutz zu sensibilisieren. Vielen Menschen ist es nicht möglich, exotische Tiere in freier Wildbahn zu betrachten. Häufig kommen Kinder den Tieren nirgends so nah, wie im Streichelzoo. Diesen bietet fast jeder Zoo den Kleinen an.

Die Platzbeschränkung stellt das größte Problem bei der Tierhaltung im Zoo dar. Elefanten können nicht, wie in freier Wildbahn, in Familienverbänden kilometerweit herumstreifen. Löwen oder Geparden fehlt das Territorium zum Jagen. Nicht anders verhält es sich bei Eisbären. Hier kommen noch die milden Temperaturen außerhalb ihres natürlichen Lebensraumes dazu.

Werden zu viele männliche Tiere geboren, stellt das den Zoo vor die Herausforderung, sie in anderen Zoos unterzubringen. Auch die gängige Praxis der Geburtenkontrolle kann da nicht immer helfen. Mit Auskünften, wie viele Tiere aussortiert und eingeschläfert werden, halten sich die Zoos sehr zurück.

Bedingt durch die Zerstörung des Lebensraumes wildlebender Tiere, werden einige Tierarten in der Zukunft wohl nur noch in einem Zoo zu betrachten sein. Diskutiert wird auch die Überlegung, ganz auf die Haltung von Tieren zu verzichten, denen eine artgerechte Haltung nicht geboten werden kann. Auch wenn dadurch in Kauf genommen wird, dass diese Tierarten eines Tages auf der Erde nicht mehr existieren.